Taiji School Berlin

" Shufa "
Chinesische Kalligraphie.


„Shu“ bedeutet Schreiben und „Fa“ Methode, System, Disziplin.

Dieser Ausdruck meint nicht die Idee des Schönschreibens die man bei anderen schreibenden Methoden findet. Es hat mehr mit Arbeit an sich selbst zu tun, mit Selbstbeherrschung, von diesem Standpunkt aus betrachtet man in China die Kalligraphie als „noble Kunst“.

Die Chinesische Kalligraphie wird mit einem Pinsel und Tusche ausgeübt.
Zunächst liegt die Tusche als Stein vor. Dann wird sie mit Wasser in einer Steinschale verrieben, bis sie tiefschwarz auf dem Papier erscheint. Diese vorbereitende Arbeit dient gleichzeitig dazu, zu innerer Ruhe zu gelangen. Dann beginnt man zunächst damit, Linien auf einem Blatt Papier ziehen.


 

 

"Horizontale und vertikale Linien

sind die Säulen und Querbalken eines großen Hauses"

 

So bildet man allmählich die Basis der eigenen Kalligraphie heraus. Danach erlernt man die chinesischen Schriftzeichen und die Regeln ihrer Linienführung.

Jede Kalligraphie spiegelt die Persönlichkeit des Malenden. Sie wird durch die Arbeit des ganzen Körpers und Geistes eines Menschen geschaffen. Die Aufmerksamkeit ist während des Schreibens auf Körperhaltung und Pinselführung gerichtet.


Letztlich wirken auch hier die Grundsätze des Taiji, d.h. mit Hilfe der Kalligraphie kann jeder Einzelne feststellen, wie weit er das Zusammenspiel von Körper und Geist vervollständigt hat.

 

Liu Kung-chuan sagte zum Kaiser Mu Tsung:

„Die Kunst des Pinsels liegt im Herzen.

Wenn das Herz korrekt ist so ist es der Pinsel.“

 

Hsin

 

 

Hsiao Ho:

„Der Pinsel ist das Herz, die Tinte die Hände, und die Kalligraphie die Gedanken."